Stahlkonstruktion für Anlage zur Entkarbonisierung

Die Wasserwerke im baden-württembergischen Langenau gewinnen ihr Wasser sowohl aus Grund- und Quellwasservorkommen im Donauried als auch direkt aus der Donau. Eines haben die Quellen gemeinsam: Sie speisen sich alle aus der Schwäbischen Alb. Das Wasser aus der Region ist naturgemäß sehr kalkhaltig. Für die Verbraucher bedeutet ein hoher Kalkgehalt entsprechend starke Ablagerungen an Haushaltsgeräten wie Wasch- und Spülmaschinen ebenso wie an der Badeinrichtung. Wie viele andere Wasserversorger in Deutschland setzen die Wasserwerke Langenau auf das Verfahren der Entkarbonisierung, um den Kalkgehalt für die Endkunden zu reduzieren. In den letzten Jahren haben die Langenauer Wasserwerke ein neues Verfahren zur Schnell-Entkarbonisierung entwickelt. Dabei entstehen Kalkpellets, die beispielsweise in der Chemieindustrie stark gefragt sind. Die Pilotphase ist inzwischen erfolgreich abgeschlossen und zukünftig soll die Tagesproduktion bei 20 t Pellets liegen.

Den Auftrag für die komplette Stahlkonstruktion der neuen Anlage mit einem Gesamtgewicht von rund 120 t erhielt der Rädlinger Stahlbau. Aus den Fertigungshallen in Windischbergerdorf kommen neben der Unter- und Bühnenkonstruktion für die Reaktoren und Edelstahlsilos auch die Konstruktionen für Türen und Tore, die Verstärkung der Decke und die Dachluke, die dem Einhub größerer Anlagenteile diente. Bei der Produktion war höchste Qualität und Genauigkeit gefragt. Die vielen Schnittstellen zu den unterschiedlichen Gewerken in dem Bestandsgebäude der Wasserwerke mussten absolut passgenau aufeinander abgestimmt sein. Die Montage gestaltete sich durch die teilweise sehr engen Platzverhältnisse recht anspruchsvoll: Für einen reibungslosen Ablauf koordinierte das Team von Rädlinger den Einbau präzise mit den Gewerken Reaktor-, Rohrleitungs- und Rohbau. Eine Erweiterung um weitere Reaktoren und Silos ist bereits in Planung.


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