Pilotprojekt Eisenbahnbrücke A70

Sicherstellung des Ankündigungsverhaltens bei Spanngliedausfall infolge von Spannungsrisskorrosion

Das Bauwerk der zweigleisigen Strecke Bamberg – Rottendorf unterführt die BAB A70 bei km 60,242. Es wurde ca. 1968 als schiefwinkliger Zweifeldträger in Spannbetonbauweise mit Stützweiten von 2 x 17,5 m = 35 m errichtet.Die beiden getrennten Überbauten sind als einzellige Hohlkästen ausgeführt.Der seinerzeit verwendete Spannstahl Sigma Oval 40 (St 145/160) weist für den vorliegenden Produktionszeitraum eine Gefährdung im Hinblick auf Spannungsrisskorrosion auf. Aufgrund der geringen, im Querschnitt vorhandenen Betonstahlmengen kann ein ausreichendes Ankündigungsverhalten rechnerisch nicht nachgewiesen werden, sodass ein schlagartiges Versagen ohne sichtbare vorherige Rissbildung nicht sicher ausgeschlossen werden kann.

Das Bauwerk wird daher zur Sicherstellung des Ankündigungsverhaltens im Auftrag des Projektleiters, der DB Netz AG Würzburg, durch die Josef Rädlinger Ingenieurbau GmbH in Zusammenarbeit mit der Rädlinger Maschinen- und Anlagenbau GmbH ertüchtigt (Technologiemanagement DB: Tristan Mölter; Planung: Prof. Feix Ingenieure GmbH; Prüfung: Dr. Markus Hennecke). Dies erfolgt durch Stahllaschen, die als zusätzliche externe Biegezugbewehrung wirken. Die Laschen werden über Verbundankerschrauben (TOGE TSM) schubfest mit dem Querschnitt verbunden und am Widerlager endverankert. Das Zusammenwirken von interner und externer Biegezugbewehrung wird durch die optimierte Steifigkeit der Verbundankerschrauben und Laschen sichergestellt. Zusätzlich erfolgt eine Schubverstärkung des Überbaus durch vertikal eingebaute Verbundankerschrauben.


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