Mit Wurzeln im Großlöffelbereich zum vielseitigen Produktportfolio

In wenigen Wochen ist es wieder soweit: Die internationale Baumaschinenbranche trifft sich in München zum Herzschlag der Branche, der bauma. Die Herzen der Besucher lassen besonders die großen Baumaschinen mit hohen Einsatzgewichten und groß dimensionierten Anbaugeräten höher schlagen. Solche Baggerlöffel und Ladeschaufeln waren es auch, die den Ehrgeiz und die Leidenschaft in der familiengeführten Rädlinger Unternehmensgruppe weckten, 1988 selbst in die Branche für Baumaschinenausrüstung einzusteigen.

Bereits damals wickelte Rädlinger mit der Sparte Bau große Straßen- und Auto-bahnbaustellen ab und baute in eigenen Steinbrüchen und Kiesgruben mineralische Rohstoffe ab. Leistungsstarke Baumaschinen und große Anbaugeräte machten deshalb auch vor knapp drei Jahrzehnten den Maschinenpark aus. Als in den späten 80er Jahren die Rädlinger Maschinen- und Anlagenbau GmbH gegründet wurde, stand erst einmal die Fertigung für den Eigenbedarf im Fokus. Schon vor der Firmengründung ließ Seniorchef Josef Rädlinger Baggerlöffel nach eigenen Plänen und Konstruktionszeichnungen produzieren, um ein optimales Einsatzverhalten zu erreichen. Das beschleunigte den Einstieg in die Fertigung und schon bald wurde aufgrund des wachsenden Interesses auch für den freien Markt produziert. So entwickelte sich der Rädlinger Maschinen- und Anlagenbau zum Experten für große Anbaugeräte. Individuelle Lösungen und Sonderkonstruktionen wurden zu einer Besonderheit und zum Markenzeichen des Unternehmens.

In den letzten Jahren nahmen Baustellen im beengten, innerstädtischen Bereich zu und der Garten- und Landschaftsbau wuchs, genauso wie die Nachfrage im Minibagger-Segment, stetig. Rädlinger entwickelte seine im Großlöffelbereich gewonnene Qualifikation und Erfahrung weiter, baute seine Produktpalette aus und die Serienfertigung hielt Einzug. Die Absatzzahlen zeigen, dass sich die Anstrengungen gelohnt haben. Als größter unabhängiger Anbieter von Anbaugeräten in Deutschland beliefert Rädlinger heute Baumaschinenhersteller als OEM und Händler verschiedenster Baumaschinenmarken.

Die Entwicklungen im Kleingerätebereich sind jedoch nicht der einzige Trend, der die Anbaugeräte-Branche beeinflusst. Umschlags- und Gewinnungsindustrie drängen zu mehr Effizienz durch größere und leistungsstärkere Anbaugeräte. Ein Beispiel dafür: Ein Rädlinger Felslöffel mit 2,4 m Schnittbreite für ein Schotterwerk. Eine Löffelladung des Kolosses fasst bis zu 7,5 m³. Sonderkonstruktionen, wie sie Großlöffel und -schaufeln aufgrund ihres meist sehr anspruchsvollen Einsatzes zum Großteil sind, sind deshalb weiterhin ein wichtiges Geschäftsfeld von Rädlinger.

Besonders gefragte Produkte sind Anbaugeräte in schwerer Ausführung, wie z. B. Fels- oder Reißlöffel. Im Einsatz müssen sie mit hohem Verschleiß und großen Ausbrechkräften zurechtkommen, weshalb eine enge Abstimmung mit dem Kunden und eine exakte Anpassung an das Trägergerät sowie das jeweilige Einsatzgebiet von großer Bedeutung sind. Zusätzlich zur ohnehin robusten Bauweise, sind verschiedene Panzerungsstufen möglich, die den Löffel vor Verschleiß schützen. Ein weiterer kürzlich ausgelieferter Felslöffel erhielt für eine längere Lebensdauer Verschleißstreifen an der Löffelrück- und der Innenseite. Im Einsatz ist der Löffel mit einem Füllvolumen von etwa 3 m³ nun in einem Schiefertonabbau. Beim Eindringen und Aufnehmen des Materials schützt eine geschraubte Messerpanzerung das Trapezmesser des Löffels mit einer Schnittbreite von 1,7 m.

Wer den Stand der Rädlinger Maschinen- und Anlagenbau GmbH auf der bauma besucht (Halle A6, Stand 212), wird die Breite des Sortiments kennenlernen: vom großem Felslöffel bis hin zum kleinen Tieflöffel für den Einsatz am Minibagger.


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