Kleppersteg am Rosenheimer Bahnhof geht in den Ruhestand

Schon 1891 überquerten die Rosenheimer die bereits damals häufig befahrenen Gleise an ihrem Bahnhof über den sogenannten Kleppersteg. Auch im folgenden Jahrhundert war der Steg die einzige Fußgängerverbindung zwischen den Stadtteilen nördlich und südlich des Bahnhofsgeländes. Erst mit der Eröffnung einer parallel verlaufenden Unterführung 2010 verlor das 1954 wiedererrichtete Bauwerk zunehmend an Bedeutung und wurde wenige Jahre später aufgrund baulicher Mängel für die Öffentlichkeit gesperrt.

In der Nacht zum Ostermontag schickten die Mitarbeiter von Rädlinger Ingenieurbau und Rädlinger Stahlbau den Kleppersteg nach über 60 Jahren in den Ruhestand. Viel Zeit blieb den beiden Unternehmen dafür allerdings nicht: Für den Abbruch stand nur ein enges Fenster zwischen 23.30 Uhr und 6.30 Uhr offen. Damit die beiden Spezialkräne nördlich und südlich der Gleisanlagen gefahrlos arbeiten konnten, waren eine Vollsperrung des Bahnhofs und ein Abschalten der Ober- und Speiseleitungen unumgänglich.

Die seit Anfang Januar laufenden Vorbereitungen zahlten sich dabei voll aus. Trotz winterlichen Temperaturen und Regen gingen die Arbeiten zügig voran. Das erste von fünf Teilstücken der 137 Meter langen, 8 Meter hohen und 95 Tonnen schweren Stahlkonstruktion war gegen 1:00 Uhr herausgetrennt und schwebte am nördlichen Kran zu seinem vorläufigen Lagerplatz. Dank der reibungslosen Zusammenarbeit der 50 Mann vor Ort folgten auch die übrigen vier Stegabschnitte im vorgesehenen Zeitrahmen.

Projektleiter Joachim Friedberger von der Deutschen Bahn zeigte sich hochzufrieden. Obwohl eine gewisse Anspannung zu spüren war, lief der Abbruch der historischen Fußgängerbrücke ohne größere Komplikationen ab und die Züge konnten wie geplant pünktlich um 6.30 Uhr wieder ihre Fahrt aufnehmen.


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