Die bessere Lösung: Schwenken mit Drehmotoren

Drehmotoren geben Baggerfahrern auf beengten Baustellen Bewegungsspielraum für Arbeiten auf kleinstem Raum, bei Großprojekten gewährleisten sie eine enorme Vielseitigkeit und Effizienz.

Einsatz auf der Großbaustelle A 94

Zur Vorschüttung des Autobahndammes des Teilstückes der A 94 zwischen München und Passau bewegte das Team des Rädlinger Bauunternehmens unter Einsatz von schwenkbaren Tieflöffeln und Grabenräumlöffeln rund 400.000 m³ Bodenmasse. Die sehr hohen Dreh- und Haltemomente sowie der Überlastschutz durch das integrierte Druckbegrenzungsventil gewährleisteten die ungestörte Einsatzfähigkeit der Schwenkfunktion bei diesen Materialmengen. Sie erleichterte nicht nur den Baggerfahrern das Errichten und Befestigen einer bis zu 22 Meter hohen Böschung und die Profilierung eines Hangs, sondern verkürzte die dafür benötigte Zeit erheblich. Auch das abgetragene Material zur Hinterfüllung zweier Bauwerke ließ sich mit den Drehmotorlöffeln exakt positioniert und dosiert entladen.

Mehr als 20 Jahre Erfahrung stecken in der Drehmotoren-Schwenktechnik von Rädlinger Maschinenbau. Mit einem Schwenkwinkel von 2x45° ist der Rädlinger Drehmotor in Größenklassen für Baumaschinen von 3,5 bis 50 Tonnen entweder mit Schnellwechselsystem oder fest mit einem Löffel verbaut erhältlich. Die aufgeschraubte Aufhängung ermöglicht den schnellen und einfachen Umbau auf andere Trägergeräte und Aufnahmen. Für Anwendungsbereiche die einen größeren Drehbereich verlangen, wie z. B. dem GaLaBau, entwickelte Rädlinger den JR Tilt 90, der ein vertikales Schwenken von 2x90° ermöglicht. Mit innovativen Eigenschaften wie der integrierten Drehdurchführung zur schlauchlosen Ansteuerung hydraulischer Schnellwechsler bedient er Trägergeräte mit einem Einsatzgewicht von 1,8 bis 12 Tonnen. Mindestens eine der beiden Drehmotorlösungen findet heute in fast allen großen Bauunternehmen Anwendung. Darunter auch das Rädlinger Bauunternehmen, einem der führenden Anbieter von Bauleistungen im Verkehrswege-, Asphalt-, Ingenieur-, Wasser-, Industrie- und Deponiebau.

Zylinder sind nicht unbedingt die günstigere Alternative

Die Schwenktechnik mit Zylindern, die den Rädlinger Drehmotoren vorausging, wird bis heute als preiswertere Alternative verkauft. Der günstigere Preis wird jedoch mit einer höheren Wartungsbedürftig- und Störungsanfälligkeit erkauft, weshalb Daniel Meindl, Leiter Vertriebsaußendienst bei Rädlinger, die langfristige Wirtschaftlichkeit dieser Lösung bezweifelt. So sieht er zahlreiche gravierende Nachteile in der Technik wie z. B. Verschleiß in den Lagerstellen und Buchsen sowie festsitzende Bolzen wegen mangelnder Schmierung. Die Kosten für lange Ausfallzeiten wegen des hohen Wartungs- und Reparaturaufwands bei der Zylinder-Technik überwiegen schnell die Einsparungen beim Kauf.

Durch das hochfeste Sphärogussgehäuse und seine Position zwischen den Aufhängungsblechen wird der Rädlinger Drehmotor vor Schäden geschützt, die Schmierung erfolgt automatisch über das Hydrauliköl. Weitere gefährdete Bauteile sind für größere Stabilität großzügig dimensioniert und gehärtet, Hydraulikschläuche so in der Aufhängung verlegt, dass ein Abreißen verhindert wird. Diese Maßnahmen sollen eine spielfreie Drehbewegung und einen langjährigen, verschleißfreien Einsatz sicherstellen.


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