Anbaugeräte für beste Bagger-Choreographien im Erdbau

Fast wie eine einstudierte Choreographie sah das Zusammenspiel des tonnenschweren Ensembles aus Baggern, Lastwagen, Raupen, Fräsen und Walzen beim Bau der Ortsumfahrung für die hessische Stadt Nidderau aus. Nicht ganz ohne Grund titelte eine ansässige Lokalzeitung daher: „Baggerballett zwischen Asphalt und Wiese“. Zehn Bagger waren ständig im Einsatz und füllten mit jeder Bewegung die enormen Ladeflächen der schweren Kipper und Dumper mit Erde.

Mehrere individuell gefertigte Tieflöffel des Rädlinger Maschinen- und Anlagenbaus graben sich dafür immer wieder tief in die Bodenmassen und sichern ein schnelles Vorankommen und die termingerechte Fertigstellung der Baumaßnahme. Eine Ladung des Löffels mit Schnittbreite 1,90 m fasst bis zu 3 m³ Erdreich. Für die Entstehung der 7,6 km langen Ortsumgehung werden insgesamt rund 350.000 m³ Boden bewegt. Dass es zügig vorangeht, freut wohl vor allem die Anwohner, denn die Ortsumfahrung reduziert das Verkehrsaufkommen vor ihrer Haustüre um nahezu 75 % und senkt damit auch die Lärmbelastung spürbar. Bevor es allerdings soweit war die Asphaltdecke aufzubringen, galt es 230 Schächte zu graben, 12 km Kanal zu legen und fünf Regenrückhaltebecken zu errichten. Hierbei war der vielseitige Anwendungsbereich der drehbaren Rädlinger Grabenräumlöffel gefragt. Mit der Schwenkfunktion von 2 x 45 Grad lassen sich Gräben und Mulden, Böschungen und Bankette sowie andere komplexe Geländeformen einfach wie effizient erstellen und planieren.

Die Schwenkfunktion vereinfacht die Tätigkeiten nicht nur, sondern verkürzt auch erheblich die dafür benötigte Zeit. Zur Maßnahme gehört auch das Hinterfüllen von Bauwerken durch abgetragenes Material, das sich mit den Drehmotorlöffeln exakt positioniert und dosiert einbauen lässt. Bei solch großen Materialmengen, wie bei größeren Infrastrukturprojekten häufig üblich, spielen besonders die sehr hohen Dreh- und Haltemomente der Rädlinger Drehmotoren sowie der Überlastschutz durch das integrierte Druckbegrenzungsventil eine außerordentlich große Rolle. Die Rädlinger Drehmotoren werden außerdem automatisch über das Hydrauliköl geschmiert und sind deshalb wartungsfrei. Gegen Schäden ist der Motor durch sein hochfestes Sphärogussgehäuse und durch seine Position zwischen den Aufhängungsblechen geschützt. Weitere gefährdete Bauteile sind großzügig dimensioniert und gehärtet oder wie z. B. die Hydraulikschläuche in der Aufhängung verlegt, um ein Abreißen zu verhindern. Diese Maßnahmen stellen eine spielfreie Drehbewegung und einen langjährigen, verschleißfreien Einsatz sicher.


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