Rädlinger Drehmotor

Anwendung

Der Drehmotor ersetzt den herkömmlichen Schwenkkopf mit Zylinder und ist somit für die Kraftübertragung zwischen Bagger und Löffel sowie für die Schwenkbewegungen verantwortlich.

Der raue Alltagseinsatz im Bau zeigte, dass die im Markt befindliche Schwenktechnik mit Zylindern mit gravierenden Nachteilen behaftet war. Immer wieder auftretende Schäden an Zylindern, Verschleiß an den Schwenkköpfen und Buchsen, festsitzende Bolzen aufgrund mangelnder Schmierung und schließlich Stillstandzeiten durch beschädigte oder weggerissene Hydraulikschläuche strapazierten die Nerven der Maschinenführer und kosteten Geld.

  • Rädlinger Drehmotor (3D-Grafik)
  • Rädlinger Drehmotor von innen

Merkmale

  • äußerst widerstandsfähig durch Einsatz von hochfesten Legierungen/Nitrierungen
  • einziger Motor mit Gussgehäuse
  • sicher: Die Hydraulikschläuche werden unmittelbar zum Drehmotor geführt,
    dadurch ist ihre Beschädigung praktisch ausgeschlossen
  • Bolzen, Zylinder und Zylinderabdeckung entfallen
  • durch die Schmierung über das Hydrauliköl des Greiferdrehwerks ist der Motor völlig wartungsfrei
  • verschraubte Aufhängung zum Auswechseln für unterschiedliche Trägergeräte
  • alle diese Vorteile können durch die Montage des Drehmotors auf verschiedene Werkzeuge wie Tieflöffel, Abbruchhammer, Reißzähne etc. übertragen werden
  • verschleißfrei: Auch nach langjährigem Einsatz ist eine spielfreie Drehbewegung durch großzügig dimensionierte und gehärtete Bauteile gewährleistet
  • höchste Halte- und Drehmomentwerte
  • integriertes Druckbegrenzungsventil vermeidet Überlastung des Drehmotors

Sonderausstattung

  • Spezialabdichtung zum Schutz der Standardabdichtung des Motors beim Einsatz unter Wasser oder in feinsandigen Böden auf Wunsch
  • Hydraulikdichtungen für gängige Bioöle geeignet

  • Rädlinger Drehmotor im Einsatz
  • Rädlinger Drehmotor in Nahaufnahme

Technische Daten

Klasse I (ca. 11 - 14 t)

   
Maße (b x h x l): 260 x 265 x 350 mm
Gewicht: 128 kg
Schwenkwinkel: 100°
Drehmoment: 8.500 Nm bei 150 bar
Haltemoment: ca. 16.000 Nm
Ölbedarf: 1,4 ltr./100°
Betriebsdruck: 150 bar
Max. Betriebsdruck: 180 bar

Klasse II (ca. 15 - 22 t)

   
Maße (b x h x l): 310 x 340 x 368 mm
Gewicht: 180 kg
Schwenkwinkel: 100°
Drehmoment: 16.000 Nm bei 150 bar
Haltemoment: ca. 30.000 Nm
Ölbedarf: 2,5 ltr./100°
Betriebsdruck: 150 bar
Max. Betriebsdruck: 180 bar

Klasse IIs (19 - 23 t)

   
Maße (b x h x l): 346 x 363 x 368 mm
Gewicht: 193 kg
Schwenkwinkel: 100°
Drehmoment: 16.000 Nm bei 150 bar
Haltemoment: ca. 30.000 Nm
Ölbedarf: 2,5 ltr./100°
Betriebsdruck: 150 bar
Max. Betriebsdruck: 180 bar

Klasse III L (ca. 23 - 26 t)

   
Maße (b x h x l): 360 x 370 x 420 mm
Gewicht: 235 kg
Schwenkwinkel: 100°
Drehmoment: 19.500 Nm bei 150 bar
Haltemoment: ca. 38.000 Nm
Ölbedarf: 3 ltr./100°
Betriebsdruck: 150 bar
Max. Betriebsdruck: 180 bar

Klasse III (ca. 23 - 29 t)

   
Maße (b x h x l): 365 x 408 x 471 mm
Gewicht: 330 kg
Schwenkwinkel: 100°
Drehmoment: 23.000 Nm bei 150 bar
Haltemoment: ca. 43.000 Nm
Ölbedarf: 3,5 ltr./100°
Betriebsdruck: 150 bar
Max. Betriebsdruck: 180 bar

Klasse IV (ca. 30 - 40 t)

   
Maße (b x h x l): 405 x 448 x 540 mm
Gewicht: 452 kg
Schwenkwinkel: 100°
Drehmoment: 33.000 Nm bei 150 bar
Haltemoment: ca. 62.000 Nm
Ölbedarf: 5,5 ltr./100°
Betriebsdruck: 150 bar
Max. Betriebsdruck: 180 bar

Klasse V (bis ca. 50 t)

   
Maße (b x h x l): 455 x 458 x 635 mm
Gewicht: 690 kg
Schwenkwinkel: 100°
Drehmoment: 47.000 Nm bei 150 bar
Haltemoment: ca. 90.000 Nm
Ölbedarf: 8,3 ltr./100°
Betriebsdruck: 150 bar
Max. Betriebsdruck: 180 bar

Für Trägergeräte mit einem Einsatzgewicht bis zu 16 t sind nun auch Schwenkwinkel bis zu 2 x 90° möglich.